SAP Logistics Management: die passende Logistiklösung für jeden Standort?

SAP LGM ist nicht einfach das neue EWM. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Welche Lösung passt zu welchem Standort, welchem Prozess und welchem Komplexitätsgrad?

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Standortbezogen
Nicht eine Lösung für alle, sondern die passende je Standort.

Cloud-native auf SAP BTP
Warehouse- und Transportprozesse auf einer Plattform.

Kein Ersatz für EWM oder TM
LGM ist ein zusätzlicher Baustein, kein Nachfolger.

Praxiserfahrung aus eigenen Tests
Wir haben LGM getestet und ordnen es ein.

SAP Logistics Management

Mehr als ein neues Warehouse Management

Beim Einstieg hat uns vor allem eines überrascht: wie breit der Ansatz gedacht ist. Auf den ersten Blick wirkt LGM wie eine neue Warehouse-Lösung. Tatsächlich führt SAP hier Warehouse- und Transportprozesse auf einer gemeinsamen Cloud-Plattform zusammen.

Das ist für uns die interessanteste Eigenschaft: Die Grenzen zwischen Warehouse und Transport werden durchlässiger. Ein pauschaler Ersatz für EWM oder TM ist LGM damit aber nicht.

  • Warehouse und Transport auf einer gemeinsamen Cloud-Plattform
  • Entscheidend ist das Zusammenspiel aus ERP, SAP BTP, Integration und Berechtigungen
  • Saubere Stammdaten und Organisationsstrukturen bleiben Voraussetzung
  • Kein pauschaler Ersatz für SAP EWM oder SAP TM

Einordnung

LGM, EWM, TM oder Stock Room Management: welche Lösung passt wohin?

Die Wahl der passenden Lösung sollte aus unserer Sicht immer vom konkreten Standort, den Prozessen und dem jeweiligen Komplexitätsgrad ausgehen. Die vier Lösungen im direkten Vergleich:

Kriterium SAP LGM SAP EWM SAP TM Stock Room Management
Typischer Einsatz Kleinere, weniger komplexe und dezentrale Standorte sowie Satellitenstandorte Komplexe Lager, hohe Automatisierung und anspruchsvolle Lagerprozesse Anspruchsvolle Transportplanung, Disposition und Transportsteuerung Kleine bis wenig komplexe Lagerprozesse
Schwerpunkt Warehouse und grundlegende Transportprozesse in einer Cloud-Lösung Tiefe Warehouse-Funktionalität, komplexe Prozesse und Automatisierung Transportplanung, Frachtaufträge, Speditionsauswahl, Ausschreibung, Disposition und Monitoring Grundlegende Lagerverwaltung auf Lagerplatz- und Storage-Bin-Ebene
Zusammenspiel Kann je nach Szenario mit etablierten SAP-Logistiklösungen zusammenspielen Kann eng mit SAP TM integriert werden Kann mit EWM und weiteren Lagerlösungen integriert werden Kann Bestandteil einer weitergehenden SAP-Logistikarchitektur sein
FlexGuide4 Einsetzbar, für die gezielte Erweiterung und Optimierung von Transportprozessen Einsetzbar, für die gezielte Erweiterung und Optimierung von Transportprozessen Der Fokus von FlexGuide4 liegt auf innerbetrieblichen Transporten und ergänzt damit die jeweilige SAP-Logistikarchitektur Je nach bestehender Systemarchitektur

SAP LGM im Einsatz

Wann ist SAP LGM interessant?

LGM ist besonders interessant, wenn Unternehmen kleinere oder weniger komplexe Standorte in ihre SAP-Cloud-Strategie integrieren möchten. Typische Szenarien sind dezentrale Standorte oder Satellitenlager, bei denen die volle Funktionstiefe von EWM nicht benötigt wird.

Auch im Transportbereich ist die Abgrenzung wichtig. LGM bringt grundlegende Transportfunktionen mit. Stehen komplexe Transportplanung, Disposition, Frachtaufträge, Speditionsauswahl, Ausschreibung oder detaillierte Transportüberwachung im Mittelpunkt, ist SAP TM die spezialisierte Lösung.

Wo bleibt SAP EWM oder SAP TM die bessere Wahl?

  • Bei hochautomatisierten, komplexen Lagerstandorten mit anspruchsvollen Lagerprozessen bleibt EWM aus unserer Sicht die passendere Lösung
  • Für anspruchsvolle Transportnetzwerke und detaillierte Transportplanung bleibt SAP TM die spezialisierte Wahl
  • Deshalb sehen wir LGM nicht als pauschalen Nachfolger, sondern als zusätzlichen Baustein im SAP-Logistikportfolio

Je nach Standort können die Lösungen auch sinnvoll zusammenspielen.

Stock Room Management und klassisches WM

Von Stock Room Management zu LGM? Keine Migration per Knopfdruck.

Wer heute Stock Room Management oder klassische WM-Prozesse nutzt, sollte LGM nicht als rein technische Migration betrachten. Erst müssen Prozesse, Stammdaten, Integrationen, Organisationsstrukturen und die Zielarchitektur bewertet werden.

Ein realistischer Weg ist deshalb schrittweise:

  • Bestehende Landschaft analysieren
  • Einen geeigneten Standort oder Prozess auswählen
  • Zielarchitektur definieren
  • Mit einem klar abgegrenzten Pilot starten

SAP LGM Readiness & Fit Assessment

So gehen wir vor

1

Assess

Landschaft, Prozesse, Stammdaten und Organisation analysieren.

2

Evaluate

Eignung von LGM, EWM, TM und Stock Room Management je Standort und Prozess bewerten.

3

Design

Zielarchitektur und Zusammenspiel der Systeme definieren.

4

Integrate

SAP BTP, Schnittstellen, Berechtigungen und bestehende Lösungen berücksichtigen.

5

Implement

Einen klar abgegrenzten Anwendungsfall oder Standort schrittweise umsetzen.

6

Optimize

Erfahrungen aus dem Betrieb nutzen und die Lösung auf weitere Standorte ausrollen.

SAP Business Technology Platform

Der Architekturansatz hinter LGM

LGM basiert auf SAP BTP. Damit kommen Cloud-Services und Integrationsbausteine ins Spiel: Integration, Identität, mobile Services und weitere BTP-Dienste.

Genau dieser Punkt ist aus unserer Erfahrung entscheidend. Wer BTP schon kennt, hat einen klaren Vorteil. Für klassische ERP-Landschaften bedeutet die zusätzliche Architektur- und Integrationswelt erst mal eine Lernkurve.

SAP Standard trifft auf individuelle Anforderungen

FlexGuide4 funktioniert mit EWM und mit LGM

SAP Logistics Management bringt einen modernen, standardisierten Cloud-Ansatz mit. Doch nicht jeder Standort, jeder Prozess und jeder Anwender arbeitet nach demselben Muster.

FlexGuide4 ist das preisgekrönte SAP-basierte Transportleitsystem von FLEXUS für innerbetriebliche Transporte. Transportaufträge werden zentral erfasst, priorisiert und den verfügbaren Ressourcen zugewiesen: manuelle Fahrzeuge wie Gabelstapler und Routenzüge, automatisierte Fahrzeuge wie AGV und AMR.

  • Nicht an eine bestimmte SAP-Logistiklösung gebunden
  • Transportprozesse werden transparenter und stärker automatisiert
  • In heterogenen Landschaften nutzen Standorte unterschiedliche SAP-Lösungen und dieselbe Transportsteuerung
  • Für uns kein Widerspruch: die SAP-Lösung als Basis, FlexGuide4 dort, wo die Praxis mehr verlangt

Aus der Praxis

Unsere Einschätzung

Und was ist mit KI?

KI und Joule stehen auf der LGM-Roadmap. Aus unserer Sicht sollte jedoch zuerst das Fundament stimmen: saubere Prozesse, stabile Integrationen, belastbare Stammdaten. Darauf entfaltet KI dann echten Mehrwert.

Was haben wir aus unseren Tests gelernt?

Die größte Herausforderung war, die gesamte Landschaft zu verstehen. Komplexität entsteht weniger in einzelnen Funktionen, sondern an den Schnittstellen zwischen ERP, BTP, Integration, Berechtigungen, Stammdaten, Warehouse und Transport. Unsere wichtigste Erkenntnis lautet deshalb: Neue Technologie ersetzt keine solide Projektarbeit.

Was bringt die Zukunft?

Wir erwarten, dass SAP LGM seinen Funktionsumfang weiter ausbauen wird. Sofort produktiv gehen muss deshalb niemand. Sinnvoll ist, sich früh mit den eigenen Prozessen und möglichen Einsatzszenarien zu befassen. Mit mehr produktiven Projekten wird sich die Einordnung von LGM weiter schärfen.

Unser Fazit

Die Lösung muss zum Standort passen

SAP LGM bietet interessante Möglichkeiten für Unternehmen, die ihre SAP-Logistiklandschaft cloudorientiert weiterentwickeln möchten. Ein universeller Ersatz für EWM oder TM ist es nicht.

  • SAP EWM an großen, komplexen Logistikstandorten
  • SAP LGM an kleineren oder weniger komplexen Standorten
  • SAP TM bei anspruchsvoller Transportplanung und -steuerung
  • Stock Room Management für kleine, wenig komplexe Lagerprozesse

Und FlexGuide4 funktioniert mit beiden. FLEXUS sammelt bereits praktische Erfahrung mit SAP LGM und unterstützt Unternehmen dabei, Einsatzmöglichkeiten zu bewerten und eine realistische Zielarchitektur zu entwickeln.

FAQ

Sie haben noch Fragen?

Nein. SAP LGM ist eine cloud-native Lösung auf SAP BTP, die Warehouse- und Transportprozesse verbindet. Aus unserer Sicht ist LGM kein pauschaler Nachfolger von EWM oder TM, sondern ein zusätzlicher Baustein im SAP-Logistikportfolio. Je nach Standort können die Lösungen auch sinnvoll zusammenspielen.

LGM ist besonders interessant, wenn Unternehmen kleinere oder weniger komplexe Standorte in ihre SAP-Cloud-Strategie integrieren möchten. Typische Szenarien sind dezentrale Standorte oder Satellitenlager, bei denen die volle Funktionstiefe von EWM nicht benötigt wird. Dazu kommen grundlegende Transportfunktionen.

Bei hochautomatisierten, komplexen Lagerstandorten mit anspruchsvollen Lagerprozessen und detaillierten Anforderungen an die Lagerorganisation bleibt EWM aus unserer Sicht die passendere Lösung. SAP TM ist die spezialisierte Wahl, wenn komplexe Transportplanung, Disposition, Frachtaufträge, Speditionsauswahl, Ausschreibung oder detaillierte Transportüberwachung im Mittelpunkt stehen.

Nicht per Knopfdruck. Wer heute Stock Room Management oder klassische WM-Prozesse nutzt, sollte LGM nicht als rein technische Migration betrachten. Erst müssen Prozesse, Stammdaten, Integrationen, Organisationsstrukturen und die Zielarchitektur bewertet werden.

  1. Bestehende Landschaft analysieren
  2. Einen geeigneten Standort oder Prozess auswählen
  3. Zielarchitektur definieren
  4. Mit einem klar abgegrenzten Pilot starten

LGM basiert auf SAP BTP und bringt damit Cloud-Services und Integrationsbausteine mit, darunter Integration, Identität und mobile Services. Wer BTP schon kennt, hat einen klaren Vorteil. Für klassische ERP-Landschaften bedeutet die zusätzliche Architektur- und Integrationswelt erst mal eine Lernkurve.

Ja. FlexGuide4 ist nicht an eine bestimmte SAP-Logistiklösung gebunden und läuft mit SAP EWM und mit SAP LGM. Gerade in heterogenen Systemlandschaften ist das ein Vorteil: Unterschiedliche Standorte nutzen unterschiedliche SAP-Logistiklösungen und trotzdem dieselbe Lösung für die Transportsteuerung.

Das ist überhaupt kein Problem. Alle Antworten, die Sie hier nicht gefunden haben, werden Ihnen gerne von einem unserer netten Kollegen beantwortet. Über den unten liegenden Button kommen Sie direkt auf unser Kontaktformular.

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