Einrichtung der SAP Business Technology Platform (BTP)

In diesem Artikel lernen Sie, wie Sie die SAP Business Technology Platform (BTP) so weit einrichten und konfigurieren können, dass Sie Apps darin deployen und starten können. Bevor Sie mit der Einrichtung beginnen, sollten Sie jedoch Ihre Architektur in der BTP festlegen. Lesen Sie dazu unseren Blog-Artikel Welche Architekturen gibt es in der BTP?.

Das Wichtigste zusammengefasst:

Innerhalb eines Global Accounts können mehrere Subaccounts für einzelne Unternehmenszweige erstellt werden.

Innerhalb eines globalen Accounts können mehrere Subaccounts für einzelne Unternehmenszweige erstellt werden.

Innerhalb eines Subaccounts kann die Cloud Foundry Umgebung mit mehreren Spaces für einzelne Applikationen oder zusammenhängende Applikationen erstellt werden.

Innerhalb eines Subaccounts kann die Cloud-Foundry-Umgebung mit mehreren Spaces für Applikationen oder zusammenhängende Applikationen erstellt werden.

Eine der wichtigsten Fragen beim Erstellen der Cloud-Architektur ist die nach den Datenbank(en) und wo sich diese befindet / befinden.

Beim Erstellen der Cloud-Architektur stellt sich die wichtige Frage nach Anzahl und Standort der Datenbank(en).

Vor der Einrichtung sollte ebenfalls eine Namenskonvention für die Subaccounts und Spaces festgelegt werden. Wir empfehlen hierzu den Artikel „Naming and Directory Templates“ im offiziellen Administrationshandbuch für SAP BTP.

Was muss in der BTP eingerichtet werden?

Beim ersten Einloggen in das SAP BTP Cockpit existiert lediglich ein leerer globaler Account. Dieser wird von SAP angelegt und anschließend von der Basis- oder SAP-IT im Unternehmen verwaltet. Der globale Account ist der höchste Punkt in der hierarchischen BTP-Architektur. In ihm können tiefere Ebenen (Subaccounts) verwaltet, Kosten überblickt und Entitlements verwaltet werden. Mit Entitlements kann gesteuert werden, welche Ressourcen im globalen Account verbraucht werden dürfen und damit auch wie viele Kosten entstehen. In Subaccounts können dann wiederum, die vom globalen Account an den Subaccount vergebenen Entitlements verwaltet werden.

In einem globalen Account können mehrere Subaccounts erstellt werden, wobei sich diese über Directories (auf Deutsch: Ordner) beliebig organisieren lassen. Sie können Destinationen einrichten, um SAP BTP mit externen Systemen zu verbinden. Bei der Einrichtung müssen Sie alle für die Anbindung notwendigen Informationen angeben (z. B. Benutzername und Passwort). Sobald eine Destination erstellt wurde, kann sie für verschiedene Zwecke wiederverwendet werden. Destinationen erfordern keinen Mehraufwand – mit Ausnahme der Anbindung von On-Premise-Systemen. Dafür müssen Sie zusätzlich einen Cloud Connector einrichten (wie in dem Artikel Verbindung der BTP mit On-Premise-SAP-Systemen beschrieben).

In den Subaccounts liegen Environments bzw. Umgebungen, in welchen Applikationen oder Datenbanken deployt werden. Diese Anleitung beschreibt das Erstellen einer Cloud-Foundry-Umgebung, welche in den meisten Fällen eingesetzt wird. Eine Alternative dazu ist die Kyma- und ABAP-Umgebung. Innerhalb der Cloud-Foundry-Umgebung können Applikationen mit Hilfe von Spaces weiter gruppiert oder getrennt werden.

Die folgende Grafik zeigt exemplarisch auf, wie der globale Account, Subaccounts, die Cloud-Foundry-Umgebung und deren Spaces miteinander in Verbindung stehen.

Einrichten des globalen Accounts

Wie eingangs beschrieben wird der Global Account von der SAP erstellt und steht beim ersten Zugriff auf das SAP BTP Cockpit bereits zur Verfügung:

Erstellen eines Subaccounts

Der erste Schritt ist das Erstellen eines Subaccounts. Dies kann über den Button Create oben rechts durchgeführt werden:

Hinweis: An dieser Stelle sollte geklärt werden, wie die Zielarchitektur und Nomenklatur für Subaccounts und Ordner aussehen wird.

Die Aufteilung, wie viele Subaccounts und für welche Anwendungszecke diese genutzt werden, ist jedem Anwender frei überlassen. Erfahrungsgemäß bietet es sich an, pro Standort mit produktiven SAP ERP oder SAP EWM System einen Subaccount zu verwenden und zusätzlich einen Subaccount zum Testen einzurichten.

Bei Anlage eines Subaccounts muss ausgewählt werden, in welcher Region dieser beheimatet ist. Dadurch wird der Ort und der Betreiber des Datencenters, in dem die Apps zukünftig laufen, festgelegt. Z. B. wird die Region mit dem Code „eu20“ von Microsoft Azure in den Niederlanden betrieben.

Hinweis: Zum aktuellen Zeitpunkt ist das „free tier“ der HANA Datenbank im europäischen Raum nur in „Azure Netherlands“ und „AWS Milan“ verfügbar (Stand Januar 2026).

Nachdem der Subaccount erstellt wurde, ist er im Account Explorer unter dem globalen Account sichtbar. Mit einem Klick darauf kann in den Subaccount navigiert werden.

Konfiguration des Subaccounts

Damit Applikationen in der SAP BTP laufen können, muss die Cloud-Foundry-Umgebung aktiviert werden. Die Aktivierung kann direkt auf der Hauptseite des Subaccounts durchgeführt werden.

Für Instanz und Organisation sollten relativ kurze, sprechende Namen ohne Leerzeichen und Sonderzeichen verwendet werden.

Im Subaccount können nun Entitlements festgelegt werden, damit diese von den Apps verwendet werden dürfen. Dafür bei der Tabelle im Menüpunkt Entitlements auf den Knopf Edit oben rechts über der Tabelle klicken. Dann auf den Knopf Add Service Plan klicken, um Service-Pläne hinzuzufügen.

Für FlexGuide4 werden beispielsweise folgende Entitlements benötigt:

  • SAP HANA Cloud:
    • hana bzw. hana-free
  • SAP HANA Schemas & HDI Containers
    • hdi-shared
    • schema

Erstellen eines Spaces

Innerhalb des Subaccounts können nun beliebig viele Spaces erstellt werden.

Auch die SAP HANA Cloud Datenbank kann in solch einem Space erstellt werden. Details dazu befinden sich im Artikel Einrichtung der SAP HANA Cloud.

Weitere Schritte

Nachdem der globale Account, Subaccount, die Cloud-Foundry-Umgebung und mindestens ein Space erstellt wurden, kann mit der Anbindung von On-Premise-Systemen und dem Deployment von Apps fortgefahren werden.

Details dazu sind in den folgenden Artikeln: