Release Notes 2.11 Q1/2026
Im Release 2.11 liegt der besondere Fokus auf dem neuen Design der Dialoge. Dieses wurde über alle Dialoge hinweg vereinheitlicht und erneuert, sodass die Bedienung ähnlich anderer bekannter Userinterfaces intuitiv möglich ist. Für die Tourenplanung des Routenzugmoduls gibt es eine neue Algorithmus-Option „Fortlaufend“, die die Effizienz und Flexibilität der Touren erhöht. Durch das automatisierte Ausweichen im Rahmen des Traffic Managements der mobilen Roboter können Deadlocks automatisch erkannt und aufgelöst werden. Zusätzlich wurden Neuerungen beispielsweise im Bereich SAP WM implementiert.
Dialog Redesign
Sämtliche Dialoge wurden einem umfangreichen Redesign unterzogen, welches als robuste Grundlage für alle künftigen Erweiterungen dient. Folglich wurden nicht nur oberflächliche Veränderungen implementiert, sondern auch die Bedienbarkeit der Dialoge durch Poka-Yoke-Elemente verbessert und stabilisiert.
Im Dialog „Fahrauftrag fahren“ wurde beispielsweise eine Ansicht der 2D-Karte implementiert, die die Anzeige des aktuellen Fahrtweges ermöglicht. So kann sich der Fahrer schnell und einfach orientieren.
Ihr Mehrwert:
- Ein intuitives und einheitliches Userinterface über alle Ansichten hinweg
- Verbesserte Systemstabilität und erhöhte Datenkonsistenz
- Eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Ihre individuellen Prozesse im FlexGuide4 abzubilden, zu unterstützen und zu optimieren
Routenzug: Algorithmus „Fortlaufend“
Das Routenzugmodul wurde, zusätzlich zum „Basic“-Algorithmus, um die Algorithmus-Option „Fortlaufend“ ergänzt. Dieser ermöglicht die fortlaufende Tourenplanung ohne festen Bahnhof.
Ihr Mehrwert:
- Effizientere Routentouren durch höhere Flexibilität im Abfahren der Stationen
- Anpassung des Optimierungslevels an Ihre individuellen Prozesse
Layout Editor: Erstellen von Zonen
Der Layout Editor ermöglicht die Definition von Zonen, welche bereichsspezifische Bedingungen berücksichtigen, sodass Kapazitätsbegrenzungen oder Automatisierungscases abgebildet werden können. Die Zonentypen, beispielsweise „Exklusivzone“, „Sperrzone“ oder „Freihaltezone“, bilden relevante Praxis-bezogene Notwendigkeiten für einen optimalen Verkehrsfluss ab.
Ihr Mehrwert:
- Einfache Abbildung notwendiger flächenbezogener Einstellungen
- Übersichtliche Darstellung aller definierten Zonen und Zonentypen im Layout
- Intuitive Basis für komplexere Transportcases
Live Karte: Ressourcendarstellung
Ressourcentypen können über eine zentrale Bildauswahl mit passenden Bildern oder Symbolen dargestellt werden. Die Bewegungen der Ressourcen werden auf der Live Karte mit den hinterlegten Bildern repräsentiert, sodass die Live Karte die aktuellen Fahrten anschaulich darstellt.
Ihr Mehrwert:
- Anschauliche Darstellung der fahrenden Ressourcen auf der Live Karte
- Einfache Orientierung für Fahrer bei Aufruf der 2D-Karte
WM-Blocklagerlogik
Nach Implementierung der WM-Blocklagerlogik, können die SAP WM Prozesse der Vollentnahme und der Teilentnahme mit FlexGuide4 abgebildet und entsprechende Interaktionen durchgeführt werden.
Die Blocklagerlogik ermöglicht die Entnahme einer beliebigen Handling Unit aus dem Blocklager, sodass keine Palette gesondert gesucht werden muss, sondern nur die Daten der Transportaufträge, beispielsweise Materialnummer und Von-Platz, identisch sein müssen.
Ihr Mehrwert:
- Blocklager spezifische Fahraufträge aus dem SAP WM werden synchronisiert und in der Optimierung berücksichtigt
- Die FlexGuide4-Dialoge können ohne Systembruch verwendet werden, um die Transportaufträge abzufahren
Verbesserung
Mobile Roboter: Traffic Management
Die Verbesserung des Traffic Managements bezieht sich auf die Möglichkeit des automatisierten Ausweichens von mobilen Robotern. Im Falle von Verkehrsblockaden durch mobile Roboter, sogenannter Deadlocks, können diese durch das neue Traffic Management erkannt und durch Umrouten der Touren automatisch aufgelöst werden.
Ihr Mehrwert:
- Optimierte Fahrlogik durch stabilere Pfadprüfung und korrektes Blockieren relevanter Konten
- Geringeres Risiko von Konflikten zwischen Fahrzeugen
- Zuverlässigere Automatisierung von Transporten
Layout Editor: Neue Bearbeitungsmöglichkeiten
Die Bearbeitung des Layouts wurde durch intuitive Features vereinfacht:
- Knoten können horizontal und vertikal zueinander ausgerichtet werden.
- Durch Mehrfachselektion von Kanten können mehrere Kanten gleichzeitig beispielsweise freigegeben oder gesperrt werden.
- Bestehende Kanten können um Zwischenknoten ergänzt werden.
Ihr Mehrwert:
- Ein sauber und symmetrisch angeordnetes Layout
- Reduktion des manuellen Aufwands und erleichterte Bearbeitung des Layouts
- Einfache fortlaufende Aktualisierung des Layouts beispielsweise im Falle von temporären Blockaden
Verkettung von Fahraufträgen
Mit der neuen Funktion der „Bumerang-Verkettung“ kann bei der Auftragserstellung das Platzhaltersymbol „*“ verwendet werden, um Fahraufträge automatisch miteinander zu verketten. Dadurch lassen sich flexible Folgeaufträge anlegen – etwa für Prozesse, bei denen ein Behälter nach der Entleerung wieder an seinen Ursprungsplatz zurückgebracht werden soll.
Zusätzlich wurde die Interaktion von verketteten Fahraufträgen vereinheitlicht. Das heißt die Anpassung der Status der Folgeaufträge im Falle einer Stornierung, Quittierung oder Störung des Vorgängerauftrags erfolgt automatisch. Als Sicherheitsmechanismus wird bei manueller Statusänderung eines Vorgängerauftrags ein Hinweisfenster eingeblendet.
Ihr Mehrwert:
- Zeitersparnis durch reduzierte manuelle Eingaben
- Fehlervermeidung
- Reduzierte Komplexität
Validierung
Bei aktivierter Zwei-Schritt-Validierung können nun mehrere Fahraufträge gleichzeitig validiert werden. Werden beispielsweise an einem Nach-Platz mehrere Handling Units abgestellt, kann eingestellt werden, dass der End-User nur noch einmal den Nach-Platz scannen muss und im Anschluss nacheinander die jeweilige Handling Unit durch Scan abstellen kann.
Ihr Mehrwert:
- Reduzierte Scanzeit des End-Users
- Gesteigerte Effizienz des Prozesses
- Gleichbleibend hohe Transparenz und Richtigkeitsgrad des Prozesses
Prioritäten
In der Fahrauftragszuweisung wird durch die neue Gewichtspriorität nun auch das Gewicht einer Ladung berücksichtigt. Der Prioritätswert wird in individuell einstellbaren Schritten, ähnlich der Alterspriorität, zugewiesen. Für Ressourcentypen ist ein maximales Gewicht pflegbar, um Fahraufträge, die dieses überschreiten, anderweitig zu vergeben.
Im Zusammenspiel der verschiedenen Prioritäten, kann auch ein negativer Prioritätswert für einen Fahrauftrag entstehen. Mithilfe der Einstellung der Prioritäten kann entschieden werden, ob Fahraufträge mit einer negativen Gesamtpriorität grundsätzlich trotzdem einer Ressource zugewiesen werden sollen oder nicht.
Ihr Mehrwert:
- Realistischere Prioritätsberechnung
- Effiziente und sinnvolle Ressourcenzuweisung
Erweiterung der EWM-Synchronisation
Die EWM-Synchronisation wurde erweitert, um den Informationsfluss noch reibungsloser zu gestalten:
- Bereits abgeschlossene EWM-Lageraufgaben können unter bestimmten Kriterien im FlexGuide4 als Orders angelegt werden.
- EWM-Lageraufgaben können pro Prozess wahlweise synchron statt ausschließlich asynchron gebucht werden, sodass beispielsweise Fehlermeldungen aus dem EWM bei synchroner Buchung direkt an den Anwender zurückgegeben werden.
- Der Button „Synchronisierung testen“ ermöglicht die verlässliche Prüfung der eingestellten Filter.
- Bei Flexus-Ressourcen wird der entsprechende FlexGuide4-User in der Quittierung des Auftrags auch im EWM angezeigt.
- Der EWM-Bereich wurde um eine Tabelle für Verpackungsmaterialien ergänzt, welche zur Informationseingabe in der Erstellung einer Handling Unit zur Verfügung stehen.
Ihr Mehrwert:
- Umfangreichere individualisierte Interaktionsmöglichkeiten zwischen FlexGuide4 und SAP EWM
- Realitätsgetreue synchrone Darstellung physischer Prozesse
MQTT-Broker
Mit Hilfe der MQTT-Bridge, kann man seit diesem Release nun auch einen MQTT-Broker im internen Firmennetzwerk einfach über den Cloud Connector verbinden.
Ihr Mehrwert:
- Sichere und einfache Kommunikation über bereits bestehende Verbindungen
Fahraufträge
Die logische Organisation von Fahraufträgen in der Routenplanung wurde dahingehend verbessert, dass die Kategorisierung von Fahraufträgen nach Gruppen, eine differenzierte Betrachtung ermöglicht. Dadurch können die Fahraufträge thematisch kategorisiert und eine Gruppe pro Tour abgefahren werden. Die Gruppennamen können individuell durch Eingabe in ein Freitextfeld gewählt werden.
Ihr Mehrwert:
- Ein weiterer Mechanismus zur sauberen Kategorisierung von Fahrauftragen zur Reduktion der Komplexität
- Erhöhte Transparenz
- Praxisnahe Lösung
