FlexGuide4 Release 2.11
Neue Features
Dialogs
- Sämtliche Dialoge wurden einem umfangreichen Redesign unterzogen, wodurch ein intuitives und einheitliches Userinterface über alle Ansichten hinweg implementiert wurde. Dieses dient als robuste Grundlage für alle künftigen Erweiterungen.
- Die Implementierung der 2D-Karte im Dialog „Fahrauftrag fahren“ ermöglicht die Anzeige des aktuellen Fahrweges mit einem Klick. So kann sich der Fahrer intuitiv orientieren.
- Die Felder zur Informationseingabe der Schnellanlagedialoge wurden analog zu „Fahraufträge erstellen“ erweitert, sodass mehr verschiedene Informationen zum Fahrauftrag gegeben werden können.
- Der neue Dialog „Tour fahren“ erlaubt die Auswahl einer eingestellten Route für einen angemeldeten Routenzug. Über diesen Dialog können die Fahrer ihre Tour fahren und die Ladungsträger absetzen und aufnehmen.
- Um die Transparenz zu erhöhen, ist es nun möglich, nach manueller Fahrauftragserstellung ein PDF-Dokument zum automatischen Download zu generieren. So können Handling Units manuell erstellter Fahraufträge schnell und korrekt gekennzeichnet werden.
- Nachdem ein Fahrauftrag wegen falschem Ladungsträgertyp in Störung gesetzt wurde, kann nun eine Folgeaktion „Ladungsträgertyp ändern“ ausgewählt werden. Nach Auswählen des korrekten Ladungsträgertyps kann der Fahrauftrag regulär verfahren werden.
- Mehrere Fahraufträge können nun gleichzeitig validiert werden. Werden beispielsweise an einem Nach-Platz mehrere Handling Units abgestellt, kann eingestellt werden, dass der End-User nur noch einmal den Nach-Platz scannen muss und im Anschluss nacheinander die jeweilige Handling Unit abstellen kann. Dies reduziert die Scans des End-Users und steigert folglich die Effizienz des Prozesses.
- Bei aktivierter Zwei-Schritt-Validierung muss der Nachplatz nun nur einmal gescannt werden; anschließend reicht das Scannen der einzelnen HUs, sodass der Nachplatz nicht bei jeder HU erneut erfasst werden muss.
- Für das Routenzug-Modul steht eine Dialog-Kombination für den End-User aus “Route auswählen”, “Tour Zuweisen” and “Tour Fahren” zur Verfügung. Die über den Routenzugalgorithmus optimierte Tour wird über diese neue Dialog-Kombination verfahren.
Order Management
- Wenn ein Nachfolger auf einen offenen Auftrag gesetzt werden soll, der bereits storniert oder erledigt ist, wird der Benutzer gefragt, ob der Vorgänger quittiert werden soll.
- Wenn in einer gestörten Auftragskette der erste Auftrag wieder auf „Bereit” gesetzt wird, wechseln die Folgeaufträge automatisch von „Störung” in „Inaktiv”. Eine manuelle Anpassung ist dann nicht mehr erforderlich.
- In der Fahrauftragszuweisung wird nun auch das Gewicht eines Fahrauftrags berücksichtigt. Der Prioritätswert wird in individuell einstellbaren Schritten, ähnlich der Alterspriorität, zugewiesen. Für Ressourcentypen ist ein maximales Gewicht pflegbar, um Fahraufträge, die dieses überschreiten, anderweitig zu vergeben.
- In der Priorität der „Platzkapazität“ wurde ein Prüfmechanismus für die Ausgansplatz- und Zielplatzstatus ergänzt, um falsche Einträge zu verhindern.
- Mithilfe der Einstellungen in den Prioritäten kann individuell angepasst werden, ob Fahraufträge mit einer negativen Gesamtpriorität grundsätzlich trotzdem einer Ressource zugewiesen werden sollen oder nicht.
- Es werden nur noch Statusnachrichten verarbeitet, wenn der Mobile Robots den Zustand „AUTOMATIC“ meldet. Dadurch wird eine korrekte Kommunikation sichergestellt und die Zuweisung von Aufträgen an nicht verfügbare Fahrzeuge vermieden.
- Bei der Erstellung von Fahraufträgen ist es möglich, eine Gruppe als Freitext einzutragen. Diese Gruppen werden bei der Routenplanung getrennt voneinander betrachtet, d. h., es wird eine Gruppe pro Tour abgefahren. So können Fahraufträge für eine Tour thematisch kategorisiert werden.
- Nun können Roboter auch während eines aktiven Parkauftrags erkannt werden. In diesem Fall wird der Parkauftrag abgebrochen und direkt ein neuer Fahrauftrag zugewiesen, ohne dass die Parkstation erreicht werden muss.
- Bei den Knoten wurde die Zuweisungslogik mit den Optionen Keine, FIFO und LIFO eingefügt. Bei der Fahrauftragszuweisung wird nun geprüft, ob das FIFO- oder LIFO-Flag gesetzt ist, und entsprechend der älteste bzw. neueste Auftrag im Status „Bereit“ priorisiert zugewiesen.
- Bei dem Routenzug gibt es die Möglichkeit, den Tourplanungsalgorithmus auf „Basic” einzustellen. Die Tour startet und endet am ersten Knoten, die Aufnahme und Abgabe erfolgt an den Zwischenknoten. Alternativ kann die Einstellung „Fortlaufend” gewählt werden. Die Tour startet und endet am ersten Knoten und es erfolgt eine Aufnahme und Abgabe an den Zwischenknoten.
- Es wurde eine Funktion mit der Bezeichnung „Order Zuweisung“ hinzugefügt. Damit kann die Zuweisung neuer Fahraufträge (inklusive Batterie- und Idle-Management) deaktiviert werden, während das gezielte Schicken von Robotern zu Knoten weiterhin möglich bleibt.
SAP
- Bei Flexus-Ressourcen wird der entsprechende FlexGuide4-User in der Quittierung des Auftrags auch im EWM angezeigt. Zusätzlich wurde die Synchronisierung zwischen FlexGuide4 und EWM hinsichtlich Nach-Platz-Änderungen verbessert.
- Der EWM-Bereich wurde um eine Tabelle für Verpackungsmaterialien ergänzt, welche zur Informationseingabe in der Erstellung einer Handling Unit zur Verfügung stehen.
Product Settings
- In der globalen Suche des FlexGuide4 wurden die Suchmöglichkeiten erweitert, sodass die Suchleiste mehr Ergebnisse liefert, was zu einer intuitiveren Suche führt. Beispielsweise kann die Eingabe als Bestandteil in verschiedenen FlexGuide4-Begriffen erkannt werden, welche dann vorgeschlagen werden.
Simulation
- Ein zentraler Button über den Tabs der virtuellen Bots lässt alle Bots gleichzeitig starten oder stoppen.
Traffic Management
- Die Logik wurde so angepasst, dass nun auch notwendige Knoten berücksichtigt werden, selbst wenn diese nicht Teil der Route sind. Dadurch wird eine stabilere Pfadprüfung und ein korrektes Blockieren relevanter Knoten gewährleistet, was wiederum die Fahrlogik optimiert.
- Mobile Robots weichen nicht mehr auf aktivierte No-Hold-Knoten aus, um zu verhindern, dass Fahrzeuge in unzulässigen Bereichen stehen bleiben. Falls kein anderer Ausweichknoten verfügbar ist, wird automatisch ein alternativer Ausweichpfad berechnet und in die Route integriert.
- Es wurde eine zusätzliche Prüfung implementiert: Wird ein blockierter, aber nicht selbst reservierter Knoten erkannt, wird die weitere Freigabe gestoppt. Der Mehrwert liegt in der korrekten Berücksichtigung von Reservierungen und dem geringeren Risiko von Konflikten zwischen Fahrzeugen.
- Die Logik zur Auswahl von Ausweichknoten wurde korrigiert: Es werden keine Knoten mehr innerhalb des Sperrradius gewählt und nur noch Positionen berücksichtigt, von denen aus ein gültiger Pfad zurück zum Ziel besteht. Darüber hinaus wurde die Suche nach geeigneten Ausweichknoten um sinnvolle Abbruchkriterien und Distanzinformationen ergänzt.
- Alternative Knoten wurden neu eingeführt und werden nun bei der Auftragszuweisung berücksichtigt; ist ein Zielpunkt belegt, wird automatisch nach einem freien Alternativplatz gesucht.
- Für Knoten gibt es einen neuen Status „Reserviert“, um Blockierungen und Überfahrregeln eindeutig zu unterscheiden und die Routenplanung zu verbessern.
- Es wurden drei neue Zonentypen eingeführt: „Exclusive Traffic Zone” (exklusive Verkehrszone), „Locked Traffic Zone” (Sperrzone) und „Reporting Zone” (Meldezone) dienen der Auslösung von Signalen oder der Sperrung von Bereichen.
Ressource Management
- Um die Orientierung zu erleichtern, können Fahrzeuge nun pro Ressourcentyp mit passenden Bildern oder Symbolen dargestellt werden. Zu diesem Zweck wurde eine zentrale Bildauswahl für Modelle und Fahrzeugtypen integriert.
VDA5050
- Der MQTT-Broker wird über eine MQTT-Bridge und dem SAP Cloud Connector mit einem lokalen MQTT-Broker verbunden, an dem sich die Mobile Robots anschließen.
Bugfixes
Dialogs
- Diverse Anzeige- und Funktionsfehler in den Dialogen wurden behoben, beispielsweise die Funktion der seitlichen Buttons in der Ansicht des verkleinerten Fensters.
Order Management
- Statusfehler im Rahmen der Vorgänger-Nachfolger-Beziehungen von verketteten Fahraufträgen wurden behoben. Die Interaktion von verketteten Fahraufträgen ist nun global voreingestellt: Wird der Vorgängerauftrag storniert, so werden alle Nachfolger ebenfalls storniert. Wird der Vorgängerauftrag quittiert, so wird der direkte Nachfolger aktiviert. Im Falle einer Störungsmeldung, kann für jeden Störgrund separat entschieden werden, ob der Nachfolgeauftrag den Störgrund übernimmt.
- Ein Fehler in der Übernahme des Ladungsträgertyps in Transportketten wurde behoben.
SAP
- Ein Prüfmechanismus stellt sicher, dass die Validierung einer Handling Unit eines EWM-Fahrauftrags nur erfolgreich ist, wenn die Handling Unit im EWM existiert. Zuvor konnten Handling Units mit nicht-existenten Bezeichnungen überschrieben werden.
- Die Quittierung von Produkt-Lagerbewegungen auf EWM-Ressourcen hat aufgrund von Schwierigkeiten in der EWM-Synchronisierung zu verschiedenen Fehlermeldungen geführt. Diese wurden behoben und die Quittierung funktioniert nun zuverlässig.
- Ein Problem wurde behoben, durch das in einzelnen Fällen das Feld „Fälligkeit“ in den Datensätzen nicht ausgefüllt wurde, obwohl der entsprechende Wert in EWM vorhanden war. Die Datenübernahme wurde korrigiert, sodass Fälligkeitsdaten nun zuverlässig übernommen werden.
Traffic Management
- Die Reihenfolge und Logik der Prüfung wurden korrigiert, sodass Knoten nun auch dann korrekt behandelt werden, wenn die Pfadermittlung noch nicht abgeschlossen ist. Dadurch wird eine höhere Betriebssicherheit und eine zuverlässige Reservierung von Fahrbereichen gewährleistet.
Vendor Connector
- Die Funktion „Cancel Order“ wurde korrigiert und verwendet den passenden POST-Request.
Ressource Management
- Beim Hinzufügen weiterer Roboter wurde die Beschriftung der Karte korrigiert: Die Karte, die zuvor als Label bezeichnet wurde, wird nun korrekt als Wegenetz angezeigt.
- Der Backend-Absturz, der durch den Zugriff auf die Ressourceneigenschaft „maxWeight” über den Typ ohne vorheriges Laden der erforderlichen Typ- und Gewichtsdaten verursacht wurde, ist behoben. Nun werden fehlende Daten korrekt geladen bzw. abgefangen, sodass das System nicht mehr unerwartet ausfällt.
Product Settings
- FG4 wurde auf Patchstände aktualisiert, die eine bekannte Denial-of-Service-Schwachstelle beheben. Dadurch wird die Stabilität und Sicherheit der Anwendung gegenüber solchen Angriffen verbessert.

