Internationale Roll-Outs mit fertigen FLX-TLS-Templates

Der weltweit tätige Automobilzulieferer Brose kann über alle Zeitzonen und Sprachgrenzen hinweg sämtliche Flurförderzeuge in 24 Ländern zentral aus Bamberg steuern und dabei die Transportwege optimieren. Dahinter steckt das
in SAP integrierte Transportleitsystem FLX-TLS von Flexus.

Flexus hat sein offenes System nach unseren Wünschen
weiterentwickelt und unsere Anforderungen in den Produktstandard
integriert.”

Michael Müller
Teamleiter Materialfluss
Informationssysteme
Brose Gruppe


Europa, Asien, Amerika: Am Sitz von Brose in Bamberg rücken die Kontinente eng zusammen. Das hier installierte
SAP-System steuert die Datenströme aller 65 Standorte, die der Automobilzulieferer in 24 Ländern betreibt. Der weltweite SAP-Rollout basiert bei Brose auf dem so genannten Template-Ansatz: Ein Template ist eine Vorlage für den einheitlichen Ablauf von Prozessen und einem darauf abgestimmten Funktionsumfang.

Mit dem globalen Template von Brose lassen sich Prozesse und Funktionen schnell kopieren und nach dem Baukastenprinzip in der gewünschten Kombination auf neue Standorte übertragen – mit einem enormen Zeitvorteil: „Für den Aufbau der Informationstechnologie an einem neuen Montagewerk brauchen wir nur wenige Tage“, berichtet Michael Müller, Teamleiter Materialfluss Informationssysteme, Brose Gruppe.

Immer wertvoller

Im Laufe der Jahre war das Template in vielen Schritten weiterentwickelt worden. „2015 fehlte uns noch eine Funktion für die zentrale Optimierung und Steuerung der Intralogistik“, erinnert sich Müller. Es ging um die Einsatzplanung von Flurförderzeugen im Wareneingang sowie in der Ver- und Entsorgung der Produktion. Leerguttransporte und Sonderfahrten sollten ebenfalls mit der neuen zentralen Lösung gesteuert werden können, wobei auch nicht in SAP verwaltete Objekte wie zum Beispiel Müllcontainer oder Leergut zu berücksichtigen waren. Auf der Suche nach dem passenden Anbieter fiel die Wahl auf die Würzburger Flexus AG, die eine in SAP integrierte Lösung liefern konnte. „Für Flexus sprachen aber auch die Referenzen aus der Automotive-Branche sowie die vielseitigen Funktionen des Transport- und Staplerleitsystems FLX-TLS“, betont Müller. Durch die Ideen und Projektfortschritte von Brose und allen anderen Anwendern wird das „FLX-TLS mit jedem Upgrade immer wertvoller und vielseitiger.“

Schnell eingearbeitet

Innerhalb der Brose-Gruppe kam das System erstmals am Standort Würzburg zum Einsatz, wo es seit 2016 zu einer deutlich kürzeren Einarbeitungszeit neuer Staplerfahrer und damit zu einer höheren Effizienz in der Transportbearbeitung führt. Die Mitarbeiter erhalten jetzt an ihrem Staplerterminal eindeutige Anweisungen und können sich die Fahrwege anhand einer digitalen Karte des Werksgeländes visualisieren lassen. Außerdem dokumentiert das TLS jeden Übergabepunkt der oft in mehreren Abschnitten transportierten Paletten und Behälter, so dass sich Unregelmäßigkeiten und Fehler auch im Nachhinein schnell aufklären lassen. An welchen Stellen des Prozesses die Fahrer scannen und
quittieren müssen, lässt sich dabei individuell festlegen. „In Bereichen mit routinierten Fahrern können wir auf das mehrfache Scannen der transportierten Güter beim Aufnehmen und Absetzen verzichten und damit die Produktivität erhöhen“, erklärt Müller.

Routenzug im Einsatz bei Brose

Anfang 2017 kam bei Brose die zweite Ausbaustufe des TLS zum Einsatz, mit der in verschiedenen Szenarien auch Routenzüge gesteuert werden können. Differenziert und unterstützt werden zum Beispiel
Transporte von Groß- oder Kleinladungsträgern (GLT und KLT), festgeschriebene Fahrpläne oder Pendelzüge. Beim Beladen der Routenzüge erhält der Fahrer konkrete Stellplatz-Vorschläge für die jeweiligen Behälter.

Integrierter Connector: Fahrerlose Transportsysteme und Schmalgangstapler steuern

Eine große Erleichterung bringt das TLS auch den Fahrern im US-amerikanischen Brose-Standort in Tuscaloosa. Die dort eingesetzten Schmalgangstapler sind über eine Schnittstelle an das TLS angebunden. Damit wird jeder Fahrbefehl direkt an die Stapler übertragen und anschließend auf Knopfdruck automatisch umgesetzt. „Die Lösung von Flexus fungiert als integrierter Connector, wodurch wir an dieser Stelle ohne zusätzliches externes Lagerverwaltungssystem auskommen“,
erklärt Müller. Dies reduziert die Komplexität des Systems deutlich.

Als „neutrale Instanz“ kann mit dem FLX-TLS jede Form von Hardware angesteuert werden. Am englischen Brose-Standort in Coventry steuert die Lösung sogar die fahrerlosen Transportsysteme (FTS), wobei auch beliebige Kombinationen aus FTS und herkömmlichen Staplern möglich sind.

Zeitzonen ohne Schrecken

Mittlerweile haben Müller und sein Team die Lösung an siebzehn Brose-Standorten in Deutschland, England, USA, China, Tschechien, Mexiko und der Slowakei eingeführt. „Selbst die Zeitzonen-Problematik beim Ausführen der weltweiten Routenzug-Fahrpläne konnten wir gemeinsam mit Flexus lösen“, betont Müller. Vor diesem Hintergrund würden sich auch internationale Rollouts problemlos durchführen lassen. Hilfe von Flexus brauche Brose dabei nur in Ausnahmefällen, denn das System besteht aus exakt definierten Bausteinen. Diese lassen sich laut Müller in „vertrauter SAP-Umgebung“ zentral konfigurieren. Gleiches gilt für den Support, den Brose an allen Standorten ganz unabhängig von Flexus mit eigenen Mitarbeitern leistet. Völlig unabhängig ist der Automobilzulieferer auch bei der Auswahl der Staplerterminals.

„Die Lösung funktioniert unabhängig von Endgeräten, so dass sich auch Bestandsgeräte problemlos weiter nutzen ließen“, berichtet Müller. Hinzu kommt, dass sich die von Flexus gestalteten Benutzeroberflächen mit großen und leicht verständlichen Schaltflächen mühelos und
intuitiv per Touchscreen bedienen lassen.

Für die bisherigen Einsatzorte steht die Software zudem in chinesisch,
spanisch, slowakisch, tschechisch, deutsch und englisch zur Verfügung.

Staplerterminal im Einsatz bei Brose

Mehr als 50 Millionen Fahraufträge

Mit dem FLX-TLS von Flexus hat Brose die Steuerung aller Flurförderzeuge auf eine einheitliche Basis gestellt, die sich mit wenig Aufwand weltweit ausrollen lässt. Bisher wurden mit dem FLX-TLS mehr als 50 Millionen Fahraufträge generiert. Roll-Outs auf weitere Standorte sind bereits angelaufen.


Logo Referenzkunde Brose

Brose ist weltweit der viertgrößte Automobilzulieferer in Familienbesitz. Das Unternehmen entwickelt und fertigt sowohl mechatronische Systeme für Fahrzeugtüren und -sitze als auch Elektromotoren und Elektronik, unter anderem für Lenkung, Bremsen, Getriebe und Motorkühlung. Rund 25.000 Mitarbeiter an 65 Standorten in 24 Ländern erwirtschaften einen Umsatz
von 5,1 Milliarden Euro. Jeder zweite Neuwagen weltweit ist mit mindestens einem Brose Produkt ausgestattet.

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