FlexGuide4 Release Notes v2.15

Flexus Redaktion

21. Oktober 2026

Mit Release 2.15 rücken neue Strukturierungsmöglichkeiten im Layout, die Steuerung mobiler Roboter und die Betriebssicherheit in den Fokus. Mit den neuen Bereichen lassen sich Plätze im Layout Editor grafisch zusammenfassen und anschließend in Filtern, Mitnahmebedingungen, Kapazitätsregeln und als Alternativbereich nutzen. Warteaufträge und Warteplätze ermöglichen es, Fahrzeuge schon vor der Freigabe eines Fahrauftrags nahe am Aufnahmeort bereitzustellen. Das neue Ladeschema und konfigurierbare Strategien für die Gruppenzuweisung vereinfachen das Customizing der Transportsteuerung. Für mobile Roboter überträgt FlexGuide4 nun Trajektorien nach VDA5050 2.1 und reagiert sicher auf Verbindungsabbrüche. Ein Highlight ist die neue, leistungsfähigere Grafikbasis der Kartendarstellung: Live Map, Layout Editor und Dialoge reagieren beim Zoomen, Verschieben und Bearbeiten spürbar schneller, und die Live Map erhält einen automatischen Detailmodus. Eine neue Dashboard-Kachel macht Signalzustände im Leitstand sichtbar und schaltet ausgehende Signale direkt. In den Dialogen sind EWM-Apps direkt integriert, und die Fahrauftragsübersicht bietet zusätzliche Filter- und Kopierfunktionen. Erweiterte Protokollierung, eine Log-Aufbewahrung je Log-Level, verteilte Hintergrundjobs und strengere Sicherheitseinstellungen für MQTT und OPC UA stärken Betrieb und Sicherheit. Release 2.15 steht damit für mehr Flexibilität im Customizing, Präzision in der Robotersteuerung und Stabilität im Betrieb.

Breaking Changes

Product Settings

  • Die Sicherheit der Kommunikationsschnittstellen wurde erhöht: Für den integrierten MQTT-Broker kann eine IP-Whitelist hinterlegt werden, und die MQTT-Bridge sowie OPC UA prüfen die Zertifikate der Gegenstelle nun standardmäßig. Auswirkung: Die MQTT-Bridge prüft das TLS-Zertifikat des externen Brokers, und bei OPC-UA-Servern mit der Authentifizierung „Certificates“ werden unbekannte Server-Zertifikate abgelehnt. Verbindungen mit selbst signierten Zertifikaten kommen nach dem Update daher ohne Anpassung nicht mehr zustande. Erforderliche Anpassung: Für die MQTT-Bridge in den MQTT-Bridge-Einstellungen die zugehörige Certificate Authority (CA) hinterlegen oder den Schalter „Nicht überprüfbare Serverzertifikate abweisen“ ausschalten. Für OPC UA in der Client-Konfiguration des Servers die Option „Unbekanntes Serverzertifikat automatisch akzeptieren“ aktivieren und die Verbindung anschließend neu aufbauen.
  • Die automatische Löschung der Logs lässt sich jetzt je Log-Level konfigurieren; die bisherige einheitliche Aufbewahrungsdauer entfällt. Nach dem Update gelten neue Standardwerte (Silly, Debug und Verbose: 1 Tag, Info: 3 Tage, Warn: 5 Tage, Error: 7 Tage) – werden längere Aufbewahrungszeiten benötigt, sind die Werte in den Einstellungen des Hintergrundjobs anzupassen. So bleiben Fehlermeldungen länger verfügbar, während detaillierte Diagnose-Logs schneller bereinigt werden.

Neue Features

Dialogs

  • Die EWM-Apps „Handling Unit anzeigen“ und „Lagerplatz anzeigen“ sind jetzt in FlexGuide4 integriert und nach der Anmeldung direkt über das Menü erreichbar. Zusätzlich sind Von- und Nach-Platz in den Dialogen anklickbar und öffnen die passende App in einem neuen Tab. Fahrer erhalten benötigte EWM-Informationen damit unterwegs, ohne das System wechseln zu müssen.
  • Gewicht und Gewichtseinheit eines Fahrauftrags können jetzt in den Dialogen und in den Fahrauftragsinformationen ausgewählt und angezeigt werden, unter anderem in „Allgemeine Lagertätigkeit“, „Fahrauftrag fahren“, „Tour fahren“, „Freies Umlagern“, „Freies Aufnehmen“ und „Fahrauftrag manuell anlegen“. Gewichtsangaben stehen damit direkt dort zur Verfügung, wo der Fahrer sie benötigt.
  • Dialoge aktualisieren die angezeigten Daten bereits geladener Fahraufträge – etwa Von- und Nach-Platz, Material und Menge – jetzt automatisch in regelmäßigen Abständen. Der Fahrer arbeitet dadurch auch nach dem Aufnehmen eines Fahrauftrags mit aktuellen Werten, wenn sich Daten im Hintergrund geändert haben.
  • Im Validierungs-Customizing steht die neue Validierungsart „Feld überschreiben (auch in Nachfolge-Fahraufträgen)“ zur Verfügung. Ein im Dialog erfasster Wert – zum Beispiel die Nummer einer im Blocklagerprozess erzeugten Pick-HU – wird damit in alle nachfolgenden Fahraufträge einer mehrstufigen Kette übernommen, sodass mehrstufige Transporte ohne erneute Eingabe und ohne Fehlermeldung abgeschlossen werden können.
  • Die Validierung „Genauen Platz prüfen und Nach-Platz überschreiben“ wird automatisch übersprungen, wenn für den zu validierenden Platz keine exakten Plätze gepflegt sind. Die übrigen Validierungsschritte laufen normal weiter. Ein einheitliches Validierungs-Customizing kann so auch für Plätze ohne exakte Plätze genutzt werden, ohne dass beim Fahrer Fehlermeldungen entstehen.
  • Die URL eines Dialogs kann jetzt direkt in FlexGuide4 als QR-Code angezeigt werden. Key User und Tester öffnen Dialoge so mit einem Scan auf Tablet oder MDE, ohne die URL manuell übertragen oder externe QR-Code-Generatoren nutzen zu müssen.

Dashboard

  • Eine neue Dashboard-Kachel zeigt den aktuellen Wert (An/Aus) eines Signals an; ausgehende Signale lassen sich direkt über die Kachel umschalten. Beschreibung, Signal und Farbschema sind konfigurierbar. Wichtige Signalzustände sind im Leitstand damit auf einen Blick sichtbar und ausgehende Signale ohne Umweg schaltbar.
  • In der Dashboard-Konfiguration „KPI Fahraufträge“ können für den Status „In Störung“ jetzt gezielt einzelne Störgründe ausgewählt werden. So lassen sich Störungen mit hohem Handlungsbedarf, etwa ein blockierter Platz, getrennt von weniger dringlichen Störungen überwachen.
  • Der Schnellanlage-Button im Dashboard wurde zu einem Link umgebaut, der eine konfigurierte Schnellanlage direkt in einem Pop-up öffnet. Fahraufträge können so angelegt werden, ohne das Dashboard zu verlassen.
  • In der Kachelübersicht der Dashboards wird jetzt der Titel jeder Kachel angezeigt, und die Bearbeitungsdialoge benennen den jeweiligen Kacheltyp, zum Beispiel „Button konfigurieren“. Außerdem wurden die Beschriftungen der Diagrammkachel bereinigt. Anwender erkennen dadurch schneller, welche Kachel sie gerade bearbeiten.

Live Map

  • Die Kartendarstellung in Live Map, Layout Editor und Dialogen wurde auf eine neue, leistungsfähigere Grafikbasis umgestellt und in ihrer Performance deutlich optimiert. Zoomen, Verschieben und das Bearbeiten von Elementen reagieren spürbar schneller – gerade in umfangreichen Layouts mit vielen Wegenetzen, Flächen und Hintergrundbildern.
  • Die Live Map wechselt abhängig von der Zoomstufe automatisch in einen Detailmodus, der unter anderem Knoten-IDs, Stationsnamen, Richtungspfeile innerhalb der Kanten und eine detaillierte Fahrzeugdarstellung einblendet; ein Hinweis am unteren Kartenrand zeigt den aktiven Modus an. Die bisher nötigen manuellen Anzeigeeinstellungen entfallen damit.
  • Wird in der Live Map für einen mobilen Roboter mit FlexGuide-Fahrauftrag „Cancel Order“ ausgelöst, fragt FlexGuide4 jetzt nach, was mit dem Fahrauftrag geschehen soll – zum Beispiel auf „Bereit“ oder „In Störung“ setzen. Der Status des Fahrauftrags bleibt nach einem Abbruch damit nachvollziehbar und steuerbar.

Layout Editor

  • Im Layout Editor gibt es die neue Objektart „Bereiche“. Bereiche werden wie Zonen als Fläche gezeichnet; alle Plätze innerhalb der Fläche werden automatisch zugeordnet, und die Zuordnung ist in den Platzeigenschaften einsehbar. Bereiche bilden die Grundlage für neue Filter, Mitnahmebedingungen, Kapazitätsregeln und Alternativplätze.
  • Das Speichern im Layout Editor wurde vereinheitlicht: Änderungen werden nur noch über den Speichern-Button in der oberen Werkzeugleiste dauerhaft gesichert. In den Dialogen zum Anlegen, Bearbeiten und Löschen von Layouts und Wegenetzen heißt die Schaltfläche jetzt „Übernehmen“ und überträgt die Änderung zunächst nur in die laufende Bearbeitung. Damit gibt es einen eindeutigen Speicherzeitpunkt für alle Änderungen.
  • Für ein aus einer LIF-Datei erstelltes Wegenetz steht der Button „Neue LIF hochladen“ zur Verfügung, der die bisherige LIF durch eine neue Version ersetzt. Aktualisierte LIF-Dateien lassen sich so übernehmen, ohne das Wegenetz neu anlegen zu müssen.

Order Management

  • Die Schnellanlage wurde überarbeitet: Zähllogik und Buttonverhalten wurden neu strukturiert, die Konfigurationsmaske ist nach Themen gegliedert und mit Erläuterungen versehen. Ist die konfigurierte maximale Fahrauftragsanzahl erreicht, erhält der Anwender beim Versuch einer weiteren Anlage jetzt eine eindeutige Meldung, statt dass der Klick ohne Rückmeldung bleibt.
  • Die Fahrauftragsübersicht wurde erweitert: Neue Filtervarianten lassen sich über einen eigenen Button direkt anlegen und benennen, ein Zurücksetzen-Button stellt Spaltenauswahl, -reihenfolge und -breite auf den Standard zurück, und der Absprung in externe Apps kann im umbenannten Menü „Konfiguration“ benutzerbezogen ein- oder ausgeschaltet werden (im Auslieferungszustand aus). Anwender richten sich die Übersicht damit schneller und gezielter ein.
  • In der Fahrauftragsübersicht stehen die neuen Filter „Von-Bereich“ und „Nach-Bereich“ zur Verfügung; analoge Filter gibt es auch für das Layout. Anwender sehen so alle Fahraufträge von oder zu einem Bereich, ohne jeden Platz einzeln auswählen zu müssen.
  • In der Fahrauftragsübersicht kann ein markierter Fahrauftrag über „Fahrauftrag kopieren“ als Vorlage für einen neuen Fahrauftrag genutzt werden – unabhängig von seinem Status, also auch storniert oder erledigt. Alle Felder werden vorbefüllt, der neue Fahrauftrag wird standardmäßig im Status „Bereit“ angelegt. Das erspart die manuelle Neuerfassung, etwa wenn ein stornierter Fahrauftrag erneut benötigt wird.
  • Mit Warteaufträgen kann ein Fahrauftrag einer Ressource bereits zugewiesen werden, solange er noch inaktiv ist: Die Ressource fährt zu einem Warteplatz – einem neuen Platztyp, der im Layout Editor gepflegt und Aufnahme- und Abgabeplätzen zugeordnet wird – und führt den Fahrauftrag nach dessen Aktivierung direkt aus. Die Funktion wird am Fahrauftragstyp inklusive maximaler Wartezeit aktiviert und gilt für mobile Roboter ebenso wie für manuelle Fahrzeuge, für die die Dialoge „Fahrauftrag fahren“ und „Fahrauftrag fahren mit Liste“ eine eigene Warteanzeige erhalten. Fahrzeuge stehen so bereits nahe am Aufnahmeort bereit, wenn der Fahrauftrag freigegeben wird.
  • Die neuen Bereiche lassen sich in der Transportsteuerung nutzen: In der Ladungsträgertyp-Matrix stehen Mitnahmebedingungen wie „Selber Von-Bereich“ und „Selber Nach-Bereich“ zur Verfügung, Kapazitätsregeln können statt auf Wildcard-Muster auf einen Bereich bezogen werden, und ein Alternativbereich macht alle Plätze eines Bereichs gegenseitig zu Alternativplätzen. Das vereinfacht das Customizing und vergrößert die Auswahl möglicher Zielplätze, wenn ein Platz belegt ist.
  • Am Fahrauftragstyp steuern zwei neue Optionen die Gruppenzuweisung: „Gruppe immer vollständig zuweisen“ verhindert, dass eine Gruppe auf mehrere Fahrten verteilt wird, und „Bei Gruppenzuweisung über das Ladeschema auffüllen“ legt fest, ob die Restkapazität mit weiteren Fahraufträgen aufgefüllt wird. Je Prozess lässt sich damit entscheiden, ob die Fahrzeugauslastung oder die Zusammengehörigkeit einer Gruppe Vorrang hat.
  • Bei der fortlaufenden Planung von Routenzügen ist die Anzahl der Runden jetzt konfigurierbar (bis zu 10 Runden); ohne Eingabe gelten wie bisher 2 Runden. Routen, auf denen mehr als zwei Runden am Stück gefahren werden, lassen sich damit abbilden.
  • Die Konfigurationsseiten der Transportketten wurden übersichtlicher angeordnet, die Texte überarbeitet und um Beschreibungen und Infodialoge ergänzt; die Funktion bleibt unverändert. Die Konfiguration von Transportketten wird dadurch leichter nachvollziehbar.

Resource Management

  • In der Transportsteuerung gibt es den neuen Bereich „Ladeschema“, in dem unabhängig von Ressourcentypen festgelegt wird, welche Ladungsträgertypen in welcher maximalen Anzahl gemeinsam transportiert werden dürfen. Im Ressourcentyp wird das Ladeschema anstelle der bisherigen Ladungsträgertypmatrix zugeordnet. Das Customizing wird dadurch übersichtlicher, und ein Ladeschema lässt sich für mehrere Ressourcentypen verwenden.
  • Einzelne Ressourcen können jetzt über die Einstellung „Von Auftragszuweisung ausschließen“ direkt an der Ressource von der Fahrauftragszuweisung ausgenommen werden; Lade- und Parkaufträge mobiler Roboter sind davon nicht betroffen. Die bisherige Option „Aufträge zuweisen“ in den Vendor Connectoren für MiR und Agilox entfällt – wer sie genutzt hat, pflegt die Einstellung künftig an der Ressource.

Traffic Management

  • Der Puffer für die zulässige Abweichung vom letzten Knoten bei einer neuen Order wird in den Ressourcentyp-Details jetzt als fester Wert in Metern statt pauschal mit 10 % festgelegt – auch für mobile Roboter. Das Eingabefeld erscheint, sobald „Abweichung vom letzten Knoten bei neuer Order zulassen“ aktiviert ist, und ist standardmäßig 0 m; bei bestehenden Ressourcentypen mit aktivierter Einstellung sollte der Wert daher geprüft werden. Die Toleranz lässt sich so unabhängig von der Entfernung genau an die Gegebenheiten vor Ort anpassen.
  • In den Ressourcentyp-Details kann im Bereich Traffic Management eingestellt werden, dass der Sicherheitsabstand eines mobilen Roboters in Länge und Breite automatisch verdoppelt wird, solange er manuell gesteuert wird. Im Automatikbetrieb gilt weiterhin der normale Sicherheitsabstand. Andere Roboter halten so mehr Abstand zu manuell bewegten Fahrzeugen.
  • Die automatische Erkennung von Freihalteknoten wurde erweitert: Knoten außerhalb einer Exklusivzone, die über eine Kante direkt aus der Zone herausführen, werden ebenfalls als Freihalteknoten markiert, sofern sie nicht zu einem Platz gehören. Ein mobiler Roboter kann eine Exklusivzone damit jederzeit verlassen und für andere Roboter freigeben.

SAP

  • Aus SAP-WM-Transportaufträgen werden weitere Kopfdaten übernommen, darunter Vertriebsbeleg, Transportbedarfsnummer, Materialbelegnummer, Bedarfsnummer und -typ, Queue, Priorität sowie Ersteller und Erstellungszeitpunkt. Die Felder stehen in der Übersicht der verfügbaren Variablen für benutzerdefinierte Felder bereit und können so in Dialogen und Übersichten genutzt werden.
  • Im EWM-Blocklagerprozess kann der Fahrer jetzt auch eine Handling Unit (HU) aufnehmen, deren Bestand kleiner als die angeforderte Menge ist – etwa die vorderste HU am Lagerplatz. FlexGuide4 prüft beim Scan Bestand und Sperrstatus der HU und führt die Restmenge analog zum SAP-Standard über einen Folge-Fahrauftrag weiter; die Bedienung im Dialog bleibt unverändert.
  • SAP Logistics Management (SAP LGM) steht jetzt unter „SAP-Systeme“ mit eigener Seite für Bedingungen und Konfiguration zur Verfügung. FlexGuide4 kann damit neben EWM, WM, MM und PP auch das neue Lagerverwaltungssystem der SAP anbinden.
  • Die Seiten der EWM-Synchronisierung wurden in Struktur und Texten überarbeitet und um Beschreibungen ergänzt; die Funktionalität bleibt unverändert. Die Einstellungen sind dadurch leichter verständlich.
  • In den ergänzenden Importbedingungen für EWM-Lageraufgaben stehen jetzt auch die Vergleichsoperatoren „Liste enthält“ und „Liste enthält nicht“ sowie das Bedingungsfeld Queue zur Verfügung; bestehende Bedingungen funktionieren unverändert weiter. So lassen sich etwa mehrere Lagertypen in einer einzigen Bedingung pflegen und die zu ladenden Lageraufgaben gezielter eingrenzen.
  • Die Testseiten der SAP-Adapter für WM und EWM zeigen die gelesenen Daten jetzt vollständig im Originalformat an, und im EWM-Testbereich kann zusätzlich eine Handling Unit ausgelesen werden. Berater sehen so alle Felder, die die Schnittstelle liefert und die in FlexGuide4 verwendet werden können.

VDA5050

  • FlexGuide4 überträgt in der Order an mobile Roboter jetzt auch die im Layout hinterlegten Kurvenverläufe (Trajektorien) gemäß VDA5050 2.1, sofern der Roboter dies laut Factsheet unterstützt. Roboter fahren geplante Kurven um Hindernisse, Regale oder Säulen damit genau wie im Layout vorgesehen.
  • Für Orders ohne Aktion am Zielknoten – etwa „Zum Knoten schicken“ oder Parkfahrten – kann FlexGuide4 jetzt konfigurierbar automatisch eine Feinpositionierung am letzten Knoten ergänzen. Fahrzeuge, die diese Aktion benötigen, richten sich so exakt am Ziel aus, statt nur innerhalb der Abweichungstoleranz anzuhalten.
  • Die Verbindungsmeldungen mobiler Roboter nach VDA5050 werden jetzt vollständig ausgewertet: Bei einem unerwarteten Verbindungsabbruch wird der Roboter als nicht steuerbar markiert und erhält keine neuen Aufträge, während seine Blockierungen im Verkehrsmanagement erhalten bleiben. So wird verhindert, dass andere Roboter in Bereiche einfahren, in denen sich ein nicht mehr erreichbarer Roboter möglicherweise noch bewegt.
  • Die Unterstützung für mobile Roboter vom Typ Jungheinrich SOTO wurde erweitert: Ein neuer Tourenplanungsalgorithmus bündelt mehrere Fahraufträge unter Einhaltung von FIFO an den Aufnahmeregalen und LIFO in den Fächern des Roboters zu einer Tour, die als eine VDA5050-Order übertragen wird. Nach einem Wechsel zwischen manuellem und automatischem Modus setzt der Roboter die Tour an der unterbrochenen Stelle fort, und bei fehlgeschlagener Aufnahme wird der betroffene Fahrauftrag je nach Einstellung storniert oder auf Störung gesetzt.

Vendor Connector

  • MiR-Fahrzeuge werden in der Live Map jetzt als mobile Roboter dargestellt – mit Status, aktuellen Zustands- und Fehlermeldungen, Akkustand, Position, Wegenetz und laufendem Fahrauftrag, wie bei VDA5050-Fahrzeugen. Sofortaktionen und der geplante Fahrweg stehen für MiR-Fahrzeuge nicht zur Verfügung.
  • Das Missionsmapping für MiR-Fahrzeuge unterstützt jetzt Doppelspiele mit je zwei Von- und Nach-Plätzen sowie Platzhalter (* und ?) in den Platzangaben. Gruppierte Fahraufträge können so mit einer passenden MiR-Mission gefahren werden, und ein Mapping-Eintrag deckt viele Plätze gleichzeitig ab.
  • Fehlerhafte Antworten angebundener Fahrzeugsysteme werden von den Vendor Connectoren jetzt mit HTTP-Statuscode und Antwortinhalt protokolliert. Verbindungsprobleme, etwa über ein Gateway oder den Cloud Connector, lassen sich dadurch schneller eingrenzen.

Product Settings

  • Such- und Filtereingaben in der Log-Ansicht werden einschließlich des gewählten Zeitraums jetzt in der URL gespeichert. Gefilterte Log-Ansichten bleiben dadurch nach einem Neuladen der Seite erhalten und lassen sich als Lesezeichen speichern oder als Link weitergeben.
  • Das Logging wurde erweitert: Änderungen an der zentralen Konfiguration und Änderungen aus der Fahrauftragsübersicht werden mit Zeitpunkt, Benutzer sowie altem und neuem Wert protokolliert, und das Log-Level lässt sich je Funktion statt nur systemweit einstellen. Im Fehlerfall ist dadurch nachvollziehbar, wer wann was geändert hat, und ausführliche Protokolle können gezielt für einzelne Funktionen aktiviert werden.
  • Hintergrundjobs wie Auftragsanlage, Archivierung, SAP-Synchronisierungen und Aufräumjobs verteilen sich beim Betrieb mehrerer Instanzen jetzt automatisch auf diese. Fällt eine Instanz aus, übernimmt eine andere den Job spätestens nach einer Minute, und abgebrochene Läufe blockieren einen Job nicht mehr dauerhaft. Synchronisierungen mit SAP und andere Hintergrundprozesse laufen dadurch auch bei Instanzausfällen weiter.
  • In der Übersicht der Hintergrundjobs wird jetzt die Dauer der letzten Ausführung angezeigt. Ungewöhnlich lange Laufzeiten einzelner Jobs sind damit direkt erkennbar.
  • Darstellung und Verhalten des Speichern-Buttons wurden auf den Seiten Ressourcentyp, Konfiguration der Bedingungen für EWM, WM, MM, PP und LGM sowie Dashboards vereinheitlicht. Anwender finden die Speichern-Funktion auf diesen Seiten damit an gleicher Stelle und mit gleichem Verhalten.
  • Die Oberfläche basiert auf einer aktualisierten SAPUI5-Version; die Bedienung bleibt unverändert.

Bugfixes

Dialogs

  • Im Dialog „Tour fahren“ wird die Tour bei aktiver fortlaufender Tourenplanung jetzt auch nach dem gleichzeitigen Absetzen mehrerer Fahraufträge – etwa bei verdichteten Fahraufträgen – neu geplant und mit weiteren offenen Fahraufträgen der Route aufgefüllt. Bisher blieb die Tour in diesem Fall untervoll, bis wieder ein einzelner Fahrauftrag abgesetzt wurde.
  • In den Dialogen „Fahrauftrag fahren mit Liste“ und „Freies Aufnehmen“ verschwinden Fahraufträge nicht mehr kommentarlos aus der Liste, wenn sie extern quittiert, storniert, einer anderen Ressource zugewiesen oder ihr Weg gesperrt wurde. Der Fahrer erhält beim Neuladen eine Warnung, die die betroffenen Fahraufträge nennt.
  • Im Dialog „Freies Aufnehmen“ bleibt der Absetzen-Button bei aktiver Validierung und ausgeschaltetem automatischem Absetzen jetzt gesperrt, bis der Nach-Platz des ausgewählten Fahrauftrags erfolgreich validiert wurde – auch nach einem Absetzen, einer Ablehnung oder einem Auftragswechsel. Fahraufträge können dadurch nicht mehr ohne Scan des Nach-Platzes abgeschlossen werden.
  • Der Schalter, mit dem Touren auf derselben Route ohne Wechsel fortgesetzt werden, ist jetzt wirksam. Ist er deaktiviert, gelangt der Fahrer nach Abschluss einer Tour in die Routenübersicht und kann die nächste Route selbst wählen, etwa anhand überfälliger Fahraufträge.
  • Im Fahrauftrags-PDF mit benutzerdefinierten Feldern stehen Feldbezeichnung und Wert jetzt auch bei langen, umbrechenden Texten auf gleicher Höhe. Die gedruckten Fahrauftragspapiere bleiben damit eindeutig lesbar.
  • Der Button für die automatische Fahrauftragszuweisung bleibt im Dialog jetzt bei jedem Bildschirmformat sichtbar und bedienbar. Bisher verschwand er nach einem Formatwechsel, bis der Dialog erneut aufgerufen wurde.
  • Wird im Dialog die zweite PDF-Druckvorlage ausgewählt, bleibt diese Auswahl jetzt auch nach dem Neuladen sichtbar. Gedruckt wurde bereits zuvor die richtige Vorlage, nur die Anzeige sprang auf die erste Vorlage zurück.

Layout Editor

  • Im Layout Editor wurden mehrere Fehler behoben: Der Dialog „Parallele Änderungen erkannt“ erscheint nur noch bei tatsächlichen Änderungen anderer Benutzer und meldet auch bereits vergebene Layout-IDs mit Layout und Benutzer. Rückgängig wirkt jetzt im richtigen Wegenetz und aktualisiert den Detailbereich, ein LIF-Import entfernt kein zuvor geöffnetes Wegenetz mehr, der Detailbereich flackert bei Eingaben nicht mehr, und der Wechsel des angezeigten Fahrzeugtyps an einer Kante meldet keine ungespeicherten Änderungen mehr. Zudem wurde die Bezeichnung „Wegenetz“ in der Oberfläche vereinheitlicht.
  • Die Speicherlogik des Layout Editors wurde zusätzlich abgesichert, damit Änderungen an Layouts künftig nicht unbemerkt ungespeichert bleiben können. Für Anwender ändert sich am Speichern nichts.

Order Management

  • Die Anzahl der Fahraufträge je Status auf den Schaltflächen der Schnellanlage wird jetzt deutlich schneller aktualisiert – auch wenn sich der Status außerhalb des Dialogs ändert, etwa wenn ein Fahrauftrag in Störung geht. Anwender sehen damit zeitnah, wie viele Fahraufträge offen, in Bearbeitung oder gestört sind.
  • Wird in einer Schnellanlage der Erstellungsstatus von „Reserviert“ auf einen anderen Status geändert, wird die zuvor hinterlegte Ressource beim Anlegen von Fahraufträgen nicht mehr verwendet.
  • In der Fahrauftragsübersicht werden Suchfelder (z. B. Materialnummer) und Auswahlfilter (z. B. Status oder Platz) jetzt gemeinsam angewendet. Bisher wurden gesetzte Auswahlfilter ignoriert, sobald ein Suchfeld befüllt war, sodass auch nicht gewünschte Fahraufträge in der Ergebnisliste erschienen.
  • Angepasste Tabellenspalten bleiben jetzt auch nach dem Neuladen der Seite erhalten, statt auf die Standardspalten zurückzufallen.
  • Ist in einer Verkettung für den auslösenden Fahrauftrag der Erstellungsstatus „Inaktiv“ konfiguriert, wird der Fahrauftrag jetzt auch mit diesem Status angelegt statt mit „Bereit“.
  • Wird die Fälligkeit eines Fahrauftrags über die externe Datenanreicherung geliefert, bevor der Fahrauftrag vollständig angelegt ist, wird der zwischengespeicherte Wert jetzt zuverlässig nachgetragen. Betroffene Fahraufträge müssen nicht mehr manuell aktiviert werden.
  • Die Tourübersicht lädt jetzt auch bei vielen Touren zuverlässig und zeigt die Touren im Kalender an. Bisher konnte das Laden mit einem Serverfehler abbrechen, besonders wenn zuvor die Fahrauftragsübersicht geöffnet war.

SAP

  • Schlägt bei SAP WM die Quittierung eines Transportauftrags fehl, wird der zugehörige Fahrauftrag in FlexGuide4 nicht mehr trotzdem abgeschlossen. Der Fahrauftrag bleibt offen, sodass die automatische Wiederholung greift und die Bestände in SAP und FlexGuide4 nicht auseinanderlaufen.
  • Beim Quittieren einer Lageraufgabe auf eine Ressource in SAP EWM wird jetzt geprüft, ob eine Ressource angegeben ist. Fehlt sie, wird die Quittierung mit einer verständlichen Meldung abgelehnt, statt die Lageraufgabe auf eine leere Ziel-Ressource zu buchen und einen inkonsistenten Zustand im EWM zu erzeugen.
  • Das eingestellte Intervall für die SAP-WM-Synchronisierung wird jetzt berücksichtigt; bisher lief die Synchronisierung unabhängig von der Einstellung immer alle 10 Sekunden.
  • SAP-Adapter lassen sich nur noch starten, wenn die technisch erforderlichen Angaben wie Destination, Basispfad sowie Werk bzw. Lagernummer gepflegt sind. Unvollständige Konfigurationen fallen dadurch sofort auf, statt das Log mit Verbindungsfehlern zu füllen.

Vendor Connector

  • Die Mapping-Tabelle im MiR Vendor Connector ordnet Plätze jetzt über die Namen der MiR-Positionen zu, statt deren technische IDs zu verlangen. Das aufwendige Ermitteln und Pflegen der IDs entfällt, und Fahraufträge werden zuverlässig an das MiR-Fahrzeug übergeben.
  • Der Status eines Vendor Connectors wird nicht mehr durch den Import eines Customizings verändert. Bisher konnte ein Connector nach dem Import als online angezeigt werden, obwohl er nicht lief.

Product Settings

  • Mehrere Sicherheitslücken im eingesetzten SAP-Anwendungsrouter (SAP-Sicherheitshinweis 3786038, CVSS 7,0) wurden durch die Aktualisierung auf die korrigierte Version geschlossen.
  • In der englischen Oberfläche heißt der Menübereich „Administration“ jetzt „Operations“. Die Bezeichnung macht deutlicher, dass dort keine administrativen Einstellungen vorgenommen werden.

Hotfixes FlexGuide v2.15

Changelog Release 2.15.3
Changelog Release 2.15.2
Changelog Release 2.15.1